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Unsere Leistungen

Unser Ziel ist es, Menschen ein gutes Sehvermögen bis ins hohe Alter zu erhalten. Zu unseren Leistungen zählen die Diagnose, die Behandlung und Nachsorge von akuten und chronischen Augenerkrankungen, sowie Voruntersuchung und Nachsorge bei allen Operationen. Augenuntersuchungen bei Allgemeinerkrankung wie z.B. Diabetes oder Rheuma, die computerunterstützte Bestimmung von Brillengläsern und Kontaktlinsen, wie auch die Erstellung von Gutachten gehören selbstverständlich ebenfalls zu unserem Angebot. Wir absolvieren Fortbildungen über neue Diagnostik und Therapie weit über den geforderten Umfang hinaus. Wir sind unabhängig und beraten Sie individuell über die besten Möglichkeiten der Versorgung.

Unsere Leistungen

Lernen Sie persönlich unser leistungsfähiges Team kennen!
Moderne Diagnostik, gut geschulte Mitarbeiter und eine angenehme Umgebung gehören bei uns zum Gesundwerden und -bleiben dazu.
Unsere Praxis verfügt über:

  • HRT
  • OCT
  • Glaukom-OCT
  • SLT-Laser
  • YAG-Laser
  • Perimetrie (Gesichstfelduntersuchung)
  • FDT-Perimetrie
  • moderne Phoropteruntersuchung
  • berührungslose Augeninnendruckmessung

Folgende Leistungen bieten wir ihnen

Glaukom = Grüner Star

Was ist der „Grüne Star“?

Der Begriff Glaukom oder „Grüner Star“ fasst verschiedene Erkrankungen zusammen. Ihnen gemeinsam ist, dass der Sehnerv glaukomtypisch geschädigt wird; dies führt unbehandelt im fortgeschrittenen Stadium zunächst zu Gesichtsfelddefekten und schließlich zur Erblindung.

Die Faktoren, die den Sehnerv schädigen, sind vielfältig und noch nicht alle endgültig aufgeklärt. Der Augeninnendruck spielt eine wesentliche, aber nicht alleinige Rolle. In vielen Fällen ist der Augeninnendruck individuell zu hoch. Was bedeutet das?
Vor 20 Jahren hielt man einen Augeninnendruck von 11-21 mmHg für normal und damit ungefährlich. Inzwischen wissen wir, dass dies für viele, aber längst nicht alle Menschen gilt. Es gibt robuste Sehnerven, die tolerieren sogar Drücke bis 25 mmHg und bleiben gesund. Andere Sehnerven sind empfindlich und erkranken auch bei niedrigen Drücken von z.B. 18 mmHg am Glaukom. Die Augeninnendruck-Messung ist somit zur Diagnose allein überhaupt nicht ausreichend. Entscheidend ist der Zustand des Sehnervs.

Der Sehnerv ist -salopp formuliert- das Kabel, das das Auge mit dem Gehirn verbindet. Millionen von Nervenfasern leiten die Information der Sinneszellen (Stäbchen und Zapfen der Netzhaut) zur Sehrinde im Gehirn. Sichtbar bei der Augenuntersuchung ist der Sehnervenkopf, das ist die Mündung des Sehnervs im Auge, als kleine rosafarbene Scheibe mit zentraler Mulde.

Mit verschiedenen, modernen bildgebenden und funktionellen diagnostischen Verfahren untersuchen wir der Zustand und mögliche Veränderungen des Sehnervs, um Ihnen eine zuverlässige Diagnose stellen zu können.

Die Biomikroskopie gibt bereits einen ersten Anhalt, ob glaukomtypische Veränderungen sichtbar sind. Sollte der gemessene Augeninnendruck oder der Sehnerv auffällig sein, empfehlen wir Ihnen weitergehende Diagnostik.

HRT Heidelberg Retina Tomographie: Vermessung und Darstellung des Sehnervs mittels lasergestützter dreidimensionaler Tomographie (keine Strahlenbelastung).

OCT Glaukom, Optische Cohärenz-Tomographie: Aktuell modernste Möglichkeit, die Faserschichten des Sehnervs im Verlauf zu vergleichen.

Gesichtsfelduntersuchung: Ab einem Verlust von 70% der Nervenfasern des Sehnervs zeigen sich erste Ausfälle in konventionellen Gesichtsfeld. Es handelt sich hier also bereits um einen Spätschaden des Glaukoms.

FDT Frequenzverdoppelte Perimetrie: Detektiert funktionelle Frühschäden dadurch, dass selektiv die Nervenfasern untersucht werden, die das Glaukom zuerst schädigt.

Augeninnendruckmessung: Nicht nur für die Diagnostik ein Baustein, sondern im Verlauf auch die Stellschraube in der Therapie des Glaukoms.

Internistische und neurologische Parameter können ebenfalls eine große Rolle spielen. Beim Normaldruckglaukom findet sich häufig ein niedriger Blutdruck, der ursächlich mit am Galukomgeschehen beteiligt sein kann. So kann eine internistische oder neurologische Mitbehandlung sinnvoll sein.

Formen des Glaukoms: Es gibt je nach Ursache, Stadium oder Größe des Kammerwinkels verschiedene Klassifikationen der Glaukome. Alle Parameter müssen sorgfältig erfasst und abgewogen werden, um das Wichtigste für Sie festzulegen: Die Therapie!

Gibt es eine gute Vorsorge und Früherkennung?
Kann man das Glaukom behandeln?

Ja! Man kann - und man muss! Man kann es in der Regel sehr gut und effektiv behandeln.
Das entscheidende ist eine gute Vorsorge zu betreiben. Ein Glaukom macht lange keine Beschwerden. Wenn merkliche Gesichtsfeldstörungen eintreten, liegt bereits ein weit fortgeschrittenes Glaukom mit einem Spätschaden vor.

Ziel unserer Vorsorge ist es, dass Sie dorthin erst gar nicht kommen.

Liegt der Verdacht auf ein asymptomatisches Glaukom noch ohne Gesichtsfeldschaden oder auch bereits ein fortgeschrittenes Glaukom vor, senken wir den Augeninnendruck mit verschiedenen Verfahren.

- mit Medikamenten: In der Regel bekommen die Patienten moderne Augentropfen zur Drucksenkung. Diese müssen täglich, je nach Substanz 1-3x in den Bindehautsack appliziert werden.
- mit Laser, z.B. SLT (selektive Lasertrabeculoplastik) : Verbesserung der Abflusswege des Augeninnenwassers oder YAG-Laser bei Engwinkelglaukom.
- mittels OP: Heute stehen verschiedene, moderne operative Verfahren zur Verfügung, um sog. „Umgehungswege“ für das Augeninnenwasser zu schaffen. Diese Operationen werden an spezialisierten Zentren durchgeführt.

Therapie:

Was ist eine Selektive Laser-Trabekuloplastik (SLT) ?

Die selektive Laser-Trabekuloplastik ist ein neues Verfahren (2002) auf dem Bereich der Laser-Glaukom-Therapie.
Das Glaukom ist eine degenerative Erkrankung des Sehnervenkopfes, bei der der Augeninnendruck eine wichtige Rolle spielt.
Obwohl die Erkrankung schwerwiegend ist und früher häufig zur Erblindung führte, kann sie heute rechtzeitig erkannt und dann sehr gut behandelt werden.

Das „sanfte“ Vorgehen bei der SLT stellt einen deutlichen Vorteil zur älteren Variante der Argon-Laser-Trabekuloplastik (ALT) dar. Es wird das empfindliche Trabekelwerk nicht geschädigt (SLT) und ist somit vielfach wiederholbar. Durch die Lasertherapie der SLT wird ein biologischer Reinigungsprozess des Abflussfilters (Trabekelwerk) ausgelöst. Dadurch kann das im Auge gebildete Kammerwasser wieder besser abfließen.
Die SLT ist sowohl als Zusatz zur Augentropfentherapie als auch als einzige drucksenkende Maßnahme einsetzbar.

In unserer Praxis wird das Verfahren seit 2005 angewendet.

Die SLT ist schmerzfrei und wird ambulant durchgeführt. Es ist kein postoperativer Verband erforderlich.
Sie können direkt danach wieder gut sehen und z.B. am Straßenverkehr teilnehmen.

Moderne, innovative Diagnostik zu Vorsorge und Verlaufskontolle mit:
- Sehnervanalyse mittels Heidelberg Retina Tomograph HRT III Premium Edition / OCT
- Computer - Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)
- Hornhautdickenmessung (Pachymetrie)
Moderne Therapie nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Beratung des Patienten über die individuell beste Versorgung:
- Konservativ: mit Augentropfen
- Operativ: Laserchirurgie mit allen modernen Lasertechniken, Operation, Kooperation mit hochqualifizierten Zentren.

Cataract = Grauer Star

Was ist ein Grauer Star?

Eine Trübung der Augenlinse bezeichnen wir Augenärzte als Cataract, grauen Star.
Prinzipiell kann in jedem Lebensalter eine Linsentrübung auftreten. Am häufigsten finden wir eine Cataract jenseits des 65. Lebensjahres.
Eine Cataract ist in den meisten Fällen eine natürliche Alterung der Linse.

Welche Symptome habe ich?

Die Trübung der Linse ist anfangs diskret. Erst in fortgeschrittenen Stadien kommt es zu folgenden Beschwerden:
- Sehen wie durch einen Schleier, Unscharfsehen vor allem in der Ferne
- Erhöhte Blendempfindlichkeit, z.B. beim Autofahren nachts auf regennasser Straße
- Schlechtes Sehen bei Dunkelheit
- Verlängerte Lichterholungszeit: das Auge stellt sich schlechter auf wechselnde Lichtverhältnisse ein, z.B. beim Einfahren in einen Tunnel (auch durch altersbedingte Netzhautveränderungen)
- Oft unbemerkt andere Farbwahrnehmung. Viele Patienten sind nach der OP überrascht von der tatsächlichen Farbe ihrer Alltagsgegenstände.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Anfangs reicht es oft, die Brille neu anzupassen. Wenn damit eine passable Sehschärfe hergestellt werden kann, passiert erst einmal weiter nichts. Reicht das nicht mehr aus, besprechen wir mit Ihnen die Möglichkeit einer Cataract-OP.
Durch eine Cataract-OP, d.h. den Austausch der trüben Linse gegen eine klare Kunstlinse, kann das Sehen vollständig wiederhergestellt werden, vorausgesetzt Ihr Auge ist ansonsten gesund.
Die Operation kann ambulant durchgeführt werden, die Patienten benötigen keine Vollnarkose. In den Händen eines geübten Operateurs liegt die OP-Dauer um 10 Minuten. Beide Augen werden nicht am selben Tag operiert, auch weil das operierte Auge in der Regel für eine Nacht mit einem Verband versorgt wird.
Nach der OP wird das Auge bis zur vollständigen Abheilung mit antientzündlichen Augentropfen versorgt.

Wann kann ich nach der OP wieder Autofahren?

Wie schnell Sie nach der OP wieder einsatzfähig sind und z.B. Autofahren dürfen, liegt individuell am Heilungsprozess. Sobald die Hornhaut klar ist und Sie eine fahrtaugliche Sehschärfe erreicht haben, geben wir grünes Licht. Das kann direkt am Tag nach der OP oder auch ein paar Tage später sein.

Gibt es verschiedene Linsen?

Der Markt bietet heute viele verschiedene Kunstlinsen zur Implantation an.
Auch eine sog. „Standardlinse“ ermöglicht nach der OP ein gutes, klares Sehen.
„Premiumlinsen“ bieten mehr und kosten mehr. Das betrifft sowohl das Kontrast-, Farb- und Dämmerungssehen, als auch eine mögliche Versorgung mit multifokalen Linsen, die Sie sowohl in der Ferne als auch in der Nähe (nahezu!) brillenlos scharf sehen lassen.
Bei der Auswahl der für Sie geeigneten Linse sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Ihr Operateur berät Sie - und wir natürlich auch!

Wann ist der richtige Zeitpunkt zur OP?

Das werden wir natürlich häufig gefragt und ja, es gibt Richtwerte. Die GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) bezahlt eine OP, wenn die Sehschärfe unter 0,5 („50%“) liegt.
Im Einzelfall kann das schon spät sein, wenn Sie beruflich viel autofahren oder anderweitig hohe Anforderungen an das Sehen haben.
Andererseits fahren viele Menschen im Alter nicht mehr mit dem Auto und kommen in ihrem Alltag noch gut zurecht. Wenn medizinisch-augenärztlich nicht dagegen spricht, kann dann auch mit einer OP noch gewartet werden. Wir beraten Sie individuell.

Was muss ich vorher beachten?

Wenn wir die Diagnose Cataract stellen, ist es wichtig, andere Ursachen einer Sehverschlechterung mit hoher Sicherheit auszuschließen. Hierzu zählen vor allem das Glaukom („Grüner Star“) und die häufige altersassoziierte Macula-Degeneration. Die Macula lässt sich heutzutage sicher mit der OCT (Optische Cohärenztomographie, „Schichtaufnahme“) beurteilen.

Auch ein hohes Alter und Erkrankungen auf internistischem Gebiet schließen in der Regel eine OP nicht aus. Operateur und Narkosearzt (für eine Lokalanästhesie) werden über eventuelle Vorerkrankungen und Medikamentengaben ausführlich informiert und richten sich darauf ein. Hierzu zählen auch blutverdünnende Medikamente.

Gerade in höherem Lebensalter ist gutes Sehen mit hoher Lebensqualität verbunden!

Was ist ein Nachstar?

Ein Nachstar ist häufig und gutmütig, kein Grund zur Sorge.
Einige Wochen, Monate oder Jahre nach der Cataract-OP stellt sich häufig wieder eine schleichende Sehverschlechterung ein. Grund ist oft ein Nachstar, eine Trübung nicht der Kunstlinse selbst, sondern ihres Halteapparates, der Linsenkapsel. Durch einen kleinen, schmerzlosen Lasereingriff in unserer Praxis kann die Kapsel eröffnet und klare Sehen wiederhergestellt werden. Sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen tragen die Kosten für die Nachstarbehandlung.

- Moderne Diagnostik
- Abgrenzung zu anderen Erkrankungen mit Sehverschlechterung.
- Persönliche Beratung zum Erkrankungsverlauf, Therapiemöglichkeiten
- Individuelle Betreuung vor und nach der Operation
- Postoperative Versorgung, Brillenverordnung
- Zum weit späteren Zeitpunkt ggf. Nachstar-Behandlung

Fehlsichtigkeit

- Kurzsichtigkeit, Myopie
- Weitsichtigkeit, Hyperopie
- Hornhautverkrümmung, Astigmatismus (Stabsichtigkeit) Alterssichtigkeit, Presbyopie
- Individuelle Betreuung von Menschen mit Brille oder Kontaktlinsen Exakte, objektive Messverfahren durch moderne Geräte
- Kompetente Beratung und Verordnung sämtlicher Brillen oder Sehhilfen

Entzündungen

- Bindehautentzündung, Konjunktivitis
- Hornhautentzündung, Keratitis
- Lidrandentzündung, Blepharitis
- Regenbogenhautentzündung, Uveitis
- Sonstige seltenere Entzündungen

Nach individueller Diagnostik werden wir schnelle und wirkungsvolle Therapie einleiten, so das Sie wieder schnell gesund sind.

Netzhauterkrankungen

- Altersabhängige Makuladegeneration, AMD
- In höherem Lebensalter auftretende Degeneration des Sehzentrums im Auge (Makula), "Durchblutungstörungen"
- Periphere Netzhautdegeneration
- Bei Risikofaktoren wie z.B. Kurzsichtigkeit, familiärer Vorbelastung, Allergie, Hauterkrankung, nach Augenverletzungen soll in regelmäßigen Abständen Vorsorgeuntersuchung mit weiter Pupille durchgeführt werden.

Liderkrankungen

Gerstenkorn (Hordeolum) und Hagelkorn (Chalazion)

Gersten- und Hagelkörner sind in der augenärztlichen Praxis häufig. Nicht selten sind schon Kinder im Vorschulalter betroffen, aber auch Erwachsene in jedem Lebensalter.
Im Bereich der Lider oder an der Lidkante zeigt sich eine schmerzhafte rote Schwellung , die etwa erbsgroß ist (Hordeolum) oder eine ebenso große Schwellung, die nicht gerötet oder schmerzhaft ist (Chalazion).
Beide Prozesse gehen von den Drüsen innerhalb der Lider aus. Das sind häufig die Meibom‘schen Drüsen, die Lipide (Fette) produzieren, um die Verdunstung des Tränenfilms zu verhindern. Oder die Zeis’schen Drüsen, die Teile des Tränenfilms sezernieren. Bei einem bloßen Sekretstau kommt es zu einer Schwellung. Infiziert sich das Knötchen mit z.B. Staphylokokken, bildet sich ein kleiner schmerzhafter Abszess.
Bei der Therapie ist trockene Wärme das Wichtigste. Das gestaute Sekret wird hierdurch verflüssigt und kann entweichen. Das Hordeolum wird zusätzlich mit lokalen Antibiotika (Augentropfen und Augensalbe) behandelt. Selten ist der Einsatz von systemischen Antibiotika erforderlich. Bildet sich das Knötchen nicht zurück, kann eine chirurgische Entfernung erwogen werden.
Selten sind bösartige Veränderungen, die sich als Gersten- oder Hagelkorn maskieren können. Daran muss gedacht werden und sie sollten ausgeschlossen werden.

Diabetes

In der Vergangenheit sind viele Diabetiker an den Folgen der Stoffwechselerkrankung erblindet. Dieses ist heute dank moderner Medizin zum Glück eine Seltenheit. Nutzen Sie die Diagnosemöglichkeiten unserer Praxis.
Ihr Hausarzt/ betreuender Diabetologe erhält von uns einen detaillierten Bericht.

Verletzungen, Arbeitsunfälle, akute Notfälle

Für Verletzungen und Arbeitsunfälle bieten wir eine schnelle und umfassende Notfallversorgung.
Bitte benachrichtigen Sie uns am besten noch vom Unfallort aus, um einer Verschlechterung des Zustandes sofort begegnen zu können.

Augen- und Allgemeinerkrankungen

Viele allgemeine Erkrankungen wie z.B. hoher Blutdruck, Diabetes, Rheuma, Hauterkrankungen aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten können an den Augen Veränderungen hervorrufen, die es zu entdecken und ggf. zu behandeln gilt.
Wir sind mit aktuellen Kenntnissen, moderner Diagnostik und individueller Beratung für Sie da. Natürlich gehört der Befundbericht an Ihren Hausarzt zur kompletten Betreuung durch unsere Praxis mit dazu.

Sicca-Syndrom = Trockene Augen

Das Trockene Auge (Dry Eye Disease) betrifft viele Menschen in zivilisierten Ländern und einen großen Anteil der Patienten, die wir täglich in der Praxis sehen. Viele von ihnen sind stark beeinträchtigt.
Die aktuelle Definition lautet gemäß dem Dry Eye Workshop DEWS wie folgt:

Da Trockene Auge ist eine multifaktorielle Erkrankung der Tränen und der Augenoberfläche, welche zu Sehverschlechterung, Dyskomfort und Tränenfilminstabilität führt und potentiell die Augenoberfläche schädigt. Es ist charakterisiert durch eine Tränenfilm-Hyperosmolarität und eine Entzündung der Augenoberfläche.

Diese neue Definition verdeutlicht die Komplexität der Erkrankung, aber auch die möglichen Ursachen und Behandlungsansätze.
Die Hornhaut des Auges ist das am dichtesten mit Nerven versorgte Gewebe des menschlichen Körpers. Jede Störung der sensiblen Innervation kann zu einem Trockenen Auge mit Hornhautschaden führen. Eine Herpes-Infektion der Hornhaut, eine Cataract-Op oder eine LASIK-Behandlung im Rahmen der Refraktiven Chirurgie sind häufig vorkommende Beispiele in der Praxis.
Viele Medikamente beeinflussen den Tränenfilm, z.B. Betablocker, Antidepressiva, Hormone und Diuretika führen zum Trockenen Auge.
Umweltfaktoren (Heizung, Lüftung, Klimaanlage) oder PC-Arbeit (Office-Eye-Syndrom) sind als Risikofaktoren zu bedenken.

Tränenersatzmittel, sog. „Künstliche Tränen“ sind Hauptbestandteil der Therapie. Diese sollten konservierungsmittelfrei verabreicht werden.
Zu unterscheiden ist durch eine sorgfältige Anamnese und Untersuchung, ob es sich um ein Trockenes Auge durch Volumenmangel oder hyper-evaporativ (durch verstärkte Verdunstung) handelt. Letzteres ist bei 90% der Patienten der Fall. Entsprechend bringt eine reine Versorgung mit wässrigen Tränenersatzmittel wenig. Nur eine eingehende Untersuchung hilft hier weiter, die richtige Therapie zu finden.
Eine antientzündliche Therapie kann zu Beginn begleitend sinnvoll sein, um die entzündliche Komponente des Trockenen Auges zu reduzieren.
Systemische Omega 3 Fettsäuren erwiesen sich in Studien als hilfreich bei der entzündlichen Form des Trockenen Auges.
Aktuelle Studien zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und Trockenem Auge.
Eine Untergruppe der Patienten mit Trockenem Auge ist eher als „Schmerzsyndrom“ zu bezeichnen. Sie sprechen klassischerweise kaum auf eine Therapie mit Tränenersatzmitteln an und erleiden auch außerhalb der Augen häufiger Schmerzsyndrome.
Nach Cataract-OP erleidet die Mehrzahl der Patienten vorübergehend ein Trockenes Auge, sowohl durch Volumenmangel als auch hyperevaporativ. Insbesondere Diabetiker sind hiervon betroffen und entsprechend zu substituieren.
Patienten mit Trockenen Augen leiden häufig unter Schlafstörungen. Das Schlafen auf dem Rücken kann die Symptome des Trockenen Auges verbessern.

Kinderaugenheilkunde

"Ich sehe was, was Du nicht siehst!"

In unserer Praxis betreuen wir viele Familien mit Kindern. Gerade bei Kindern ist eine gute Vorsorge für das Sehen von großer Bedeutung.

Warum ist das so?

Die Sehbahn entwickelt sich bei Kindern bis zum etwa 6. Lebensjahr. In dieser Zeit kommt es zu einer Ausdifferenzierung der Sehbahn durch eine exakte Verschaltung der Neurone. Damit diese Differenzierung so spezifisch wie möglich stattfinden kann, braucht die Sehbahn und die Sehrinde des Gehirns eine entsprechend exakte Information vom Auge. Liefert das Auge durch einen Brillenfehler, der nicht korrigiert wurde, durch einen Grauen Star, ein hängendes Lid oder eine Schielstellung ein unscharfes, grobes Bild an die Sehbahn, so unterbleibt die differenzierte Verschaltung der Sehbahn. Die Sehschärfe bleibt lebenslang reduziert, manchmal so stark, dass der Besuch einer Regelschule infrage steht. Sollte eine solche Auffälligkeit bei der Vorsorgeuntersuchung auffallen, behandeln wir sofort und effektiv.

Kinder leben mit vielen Einschränkungen sehr gut und verhalten sich unauffällig. Auch große Brillenfehler bleiben oft unbemerkt für die Außenwelt. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig genau hinzuschauen, ob sich alles normal entwickelt. Vorsorge ist das A und O!

Wir sehen Kinder, die zunächst einmal als „unauffällig“ gelten, d.h.
- nichts deutet auf ein Augenproblem hin
- sie haben keinen sichtbaren Schielwinkel oder keine andere Auffälligkeit oder Missbildung
- sie verhalten sich so, als ob sie gut sehen
- sie haben in der Familie keine Risikofaktoren (Mutter und Vater tragen z.B. keine Brille und hatten keine Schielbehandlung als Kind)
- sie sind keine Frühgeborenen im Alter zwischen 2 und 3 Jahren zur Vorsorge.

Der erste Teil der Untersuchung besteht aus einer Beurteilung von Fixation, ggf. Sehtest, Stereosehen, Binokularsehen, Motilitätsprüfung, Pupillenreaktion und Funduskopie. Im zweiter Teil sehen wir die Kinder zur Skiaskopie und Funduskopie bei erweiterter Pupille. Hier werden die „Brillenwerte“ ermittelt, die jedoch gerade in jungen Jahren großen Toleranzen unterliegen. Das heißt, nicht jede gemessene Weitsichtigkeit führt sofort zu einer Brillenverordnung.

Bis zum 6. Lebensjahr sehen wir die Kinder, die eine Brille tragen oder schielen, alle 3 Monate. So sind wir sicher, dass wir das Wachstum berücksichtigen, kleine Veränderungen rechtzeitig diagnostizieren und die Brille immer aktuell ist. Dies ist für eine erfolgreiche Behandlung und ein gutes Ergebnis der erzielten Sehschärfe immens wichtig. Danach werden die Abstände zur Kontrolle größer.

- Kindgerechte, individuelle Untersuchung mit guten Ergebnissen ist unser Ziel.
- Die Erfassung von therapiebedürftigen Erkrankungen ist wichtig für alle Kinder ab dem 2 Lebensjahr, ggf. früher bei Augenerkrankung der Eltern.
- Die Untersuchung in einer speziellen Ambulanz, in der Sehschule, wird ggf. vermittelt.

Sehtest, Führerscheingutachten, Sonstige Gutachten

Wir führen gerne für Sie sämtliche Untersuchungen zur Begutachtung durch und erstellen nachfolgend die entsprechenden Formulare.

Augen A-Z

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Internetseiten empfehlen, die Ihnen Informationen rund ums Auge und die Augenheilkunde bieten. Wir müssen darauf hinweisen, dass wir für die Inhalte nicht verantwortlich zeichnen, diese natürlich nur zur freien Selbstinformation dienen und keine augenfachärztliche Beratung und Untersuchung ersetzen sollten. Vereinbaren Sie bei uns hierfür am besten ein unverbindliches Informationsgespräch während unserer Sprechzeiten.

LINKS:
www.augenratgeber.de
Augenratgeber auf www.lycos.de, Hinweise der ARD zur Arbeit am Monitor
www.augen.de
www.augen-online.de
cms.augeninfo.de (Berufsverband der Augenärzte)

Operationen

In unserer Praxis führen wir moderne Laserchirurgie durch. Für alle weiteren notwendigen Operationen verfügen wir über die aktuelle Übersicht der besten Operationsverfahren und der entsprechend bestqualifizierten Operateure regional und überregional. Wir beraten Sie individuell und vermitteln Sie zu ausgewiesenen Spezialisten. Unsere Praxisassistentinnen kümmern sich gerne um die Terminvereinbarung, eine Anfahrtsbeschreibung und die notwendigen Formulare. Wir übernehmen Sie als Patient in der Regel direkt am ersten postoperativen Tag.